Europäische Masthuhn-Initiative (ECC): unser Einsatz für mehr Tierwohl

Tierschutz liegt uns am Herzen. Deshalb ist es unser Ziel, den Anteil von Geflügel aus tierfreundlicherer Aufzucht stetig auszubauen. Im Juni 2024 ist die TLC Landgeflügel GmbH der von der Albert Schweitzer Stiftung mitbegründeten Masthuhn-Initiative beigetreten. Seitdem haben wir bereits große Fortschritte erzielt: Im Juni 2025 erfüllen über 35 % unserer Hähnchen alle Kriterien der Initiative.

Was die Masthuhn-Initiative (ECC) ist

Die Masthuhn-Initiative ist die deutsche Umsetzung des European Chicken Commitment (ECC). Sie wurde 2017 von mehreren europäischen Tierschutzorganisationen ins Leben gerufen – darunter die Albert Schweitzer Stiftung – mit dem Ziel, die Haltungs- und Aufzuchtbedingungen von Masthühnern über die gesetzlichen Vorgaben der EU hinaus zu verbessern. Die Initiative fordert unter anderem bessere Haltungsbedingungen, den Einsatz tierfreundlicherer Rassen, eine reduzierte Besatzdichte und eine bessere Luftqualität in den Ställen.
Für uns ist der Beitritt kein einmaliges Bekenntnis, sondern die konsequente Fortsetzung eines langjährigen und weitreichenden Engagements im Bereich Tierschutz.

ECC Bild

Die Kriterien, nach denen wir aufziehen

Unsere Selbstverpflichtung umfasst klar definierte, überprüfbare Kriterien – und ein fortlaufendes Monitoring mit externer Auditierung durch unabhängige Dritte. Einen Teil dieser Anforderungen setzen wir bereits durchgängig um:

  • Fütterung ausschließlich ohne Gentechnik (GVO-frei)
  • keine Käfighaltung und keine Haltungssysteme mit mehreren Ebenen
  • Betäubung über mehrstufige CO₂-Systeme
  • Luftqualität mit einer Ammoniakkonzentration von maximal 20 ppm
  • laufendes Tiergesundheits- und Antibiotikamonitoring
  • unabhängige externe Auditierung sowie vollständige Einhaltung des EU-Tierschutzrechts

Die tierwohlspezifischen ECC-Kriterien bauen wir darüber hinaus Schritt für Schritt weiter aus:

  • langsamer wachsende und besonders widerstandsfähige Hähnchenrassen
  • reduzierte Besatzdichte von maximal 30 kg pro Quadratmeter
  • Tageslicht mit einer Mindestlichtstärke von 50 Lux
  • Sitzstangen (2 Meter je 1.000 Tiere), Strohballen und Picksteine
  • überdachte Wintergärten und tiergerechtere Ställe
  • ein längeres Leben von mindestens 42 Tagen – rund 60 % länger als bei konventioneller Aufzucht

Mehr Platz, Beschäftigung und Struktur ermöglichen den Tieren natürliches Verhalten. Die langsamer wachsende Rasse und die längere Aufzucht bedeuten ein ruhigeres, ausgeglicheneres Heranwachsen – ein spürbarer Unterschied für Gesundheit und Wohlbefinden.

Unser Fortschritt: schrittweise zu mehr Tierwohl

Die Umstellung einer gesamten Lieferkette gelingt nicht über Nacht. Deshalb gehen wir den Weg bewusst schrittweise – Betrieb für Betrieb. Der Anteil unserer Hähnchen, die alle Kriterien der Initiative erfüllen, wächst dabei kontinuierlich weiter.
Dass sich dieser Weg lohnt, zeigt auch der Markt: Im Bereich der Haltungsform 3 (HF3) konnten wir den Absatz von 2025 auf 2026 um 49 % steigern – getragen von neuen Kunden aus Gastronomie, Metzgereien und Handel. Das bestätigt die wachsende Nachfrage nach tierfreundlicher erzeugten Geflügelprodukten.
Transparenz gehört für uns dazu. Unseren aktuellen Stand machen wir öffentlich nachvollziehbar – nachzulesen in unserem Fortschrittsbericht.

Warum das für Handel und Verbraucher zählt

Mehr Tierwohl gelingt nur gemeinsam. Damit tierfreundlicher erzeugte Produkte im Markt ankommen, braucht es zwei Dinge: die Bereitschaft unserer Handelspartner, die Produkte zu listen, und die Bereitschaft der Verbraucher, sie auch zu kaufen. Beides entscheidet darüber, wie schnell wir den Anteil aus tierfreundlicherer Aufzucht weiter ausbauen können.
Für den Handel und die Gastronomie bedeutet das eine glaubwürdige Tierwohl-Linie mit anerkanntem, extern auditiertem Standard – ein Argument, das bei Kundinnen und Kunden zunehmend zählt und sich klar im Regal oder auf der Speisekarte ausloben lässt.

Mehr Tierwohl gemeinsam mit Ihnen möglich machen

Sie möchten tierfreundlicher erzeugte Hähnchenprodukte listen oder mehr über unsere Teilnahme an der Masthuhn-Initiative erfahren? Machen Sie mit – schreiben Sie uns, und wir besprechen die Möglichkeiten konkret.

Häufig gestellte Fragen

Die Masthuhn-Initiative ist die deutsche Umsetzung des European Chicken Commitment (ECC), eines europaweit einheitlichen Tierwohlstandards. Sie wurde 2017 von mehreren europäischen Tierschutzorganisationen ins Leben gerufen, darunter die Albert Schweitzer Stiftung. Ziel ist es, Haltung und Aufzucht von Masthühnern über die gesetzlichen EU-Vorgaben hinaus zu verbessern – unter anderem durch tierfreundlichere Rassen, geringere Besatzdichte und bessere Luftqualität.

Zu den Anforderungen zählen langsamer wachsende, widerstandsfähige Hähnchenrassen, eine reduzierte Besatzdichte von maximal 30 kg pro Quadratmeter, Tageslicht mit mindestens 50 Lux, Sitzstangen (2 Meter je 1.000 Tiere), Strohballen und Picksteine, überdachte Wintergärten sowie eine Lebensdauer von mindestens 42 Tagen. Hinzu kommen GVO-freie Fütterung, ein Ammoniakgrenzwert von 20 ppm und unabhängige externe Auditierung.

Nein. Das ECC ist ein reiner Tierwohlstandard mit Kriterien zu Rasse, Platz, Licht, Stallstruktur und Lebensdauer; entsprechende Produkte werden als Haltungsform 3 gekennzeichnet. Die Bio-Zertifizierung nach EU-Öko-Verordnung regelt zusätzlich ökologische Kriterien wie Biofutter und Auslauf und entspricht Haltungsform 4. Beide Linien finden Sie bei Traditionsgeflügel mit Herz.

Langsam wachsende Rassen wachsen ruhiger und ausgeglichener heran, was der Gesundheit und dem Wohlbefinden der Tiere zugutekommt. Zusammen mit der längeren Aufzucht von mindestens 42 Tagen – rund 60 % länger als bei konventioneller Aufzucht – sowie mehr Platz, Beschäftigung und Struktur entsteht ein spürbarer Unterschied für das Tier.

Die TLC Landgeflügel GmbH ist der Masthuhn-Initiative im Juni 2024 beigetreten. Im Juni 2025 erfüllten bereits über 35 % der Hähnchen alle Kriterien der Initiative. Die Umstellung erfolgt bewusst schrittweise, Betrieb für Betrieb – der aktuelle Stand ist im Fortschrittsbericht öffentlich nachzulesen.