Es gibt Gerüche, die sofort ein Gefühl von Zuhause auslösen. Ganz oben auf dieser Liste steht eine frisch gekochte Hühnerbrühe. Schon unsere Großmütter wussten: Für eine richtig gute Brühe braucht es keine ausgefallenen Zutaten, sondern ein gutes Suppenhuhn, etwas Geduld und die richtige Zubereitung.
Wer Hühnerbrühe selber machen möchte, kann mit wenigen Zutaten eine kräftige, goldgelbe Brühe ganz nach Omas Rezept zaubern. Ob als wärmende Hühnersuppe, Grundlage für Saucen oder einfach pur: Selbst gemachte Hühnerbrühe ist ein echter Klassiker.
Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Hühnerbrühe kochen ankommt, wie lange ein Suppenhuhn kochen muss und mit welchen einfachen Tricks die Brühe besonders aromatisch gelingt.
Was macht eine richtig gute Hühnerbrühe aus?
Eine gute Hühnerbrühe erkennt man vor allem an ihrem kräftigen Geschmack, dem angenehmen Duft und ihrer goldgelben Farbe. Idealerweise ist sie klar und besitzt ein ausgewogenes Aroma, ohne zu fettig oder zu salzig zu schmecken.
Das Geheimnis liegt dabei weniger in einer langen Zutatenliste als in drei entscheidenden Faktoren: der Wahl des Suppenhuhns, der richtigen Wassermenge und einer schonenden Zubereitung.
Vor allem Zeit spielt eine wichtige Rolle. Denn beim langsamen Köcheln geben Fleisch, Knochen und Haut ihre Geschmacksstoffe an das Wasser ab. So entsteht die typische Hühnerbrühe, wie wir sie noch aus Omas Küche kennen.
Warum das richtige Suppenhuhn den Unterschied macht
Omas wichtigster Trick war vermutlich gar kein besonderer Handgriff, sondern die Wahl des richtigen Huhns. Denn ein klassisches Suppenhuhn eignet sich besonders gut für eine kräftige Hühnerbrühe.
Im Gegensatz zu einem jungen Brathähnchen handelt es sich bei Suppenhühnern in der Regel um ausgewachsene Legehennen. Ihr Fleisch ist fester und besitzt mehr Bindegewebe. Beim längeren Kochen entwickelt sich daraus der charakteristische Geschmack einer traditionellen Hühnersuppe.
Grundsätzlich lässt sich auch mit einem normalen Hähnchen eine schmackhafte Brühe zubereiten. Selbst Hähnchenkarkassen, also Knochen mit Fleischresten, können für eine aromatische Brühe verwendet werden. Wer jedoch den kräftigen Geschmack von früher sucht und das gekochte Fleisch anschließend weiterverwenden möchte, greift am besten zu einem ganzen Suppenhuhn.
Mit unserem OMAS Suppen-Landhuhn bieten wir dafür die passende Grundlage. Das Suppenhuhn ist in den Varianten Klassisch, Bio und Freiland erhältlich.
Omas Hühnerbrühe-Rezept zum einfachen Nachkochen
Eine klassische Hühnerbrühe selber zu machen, ist einfacher, als viele denken. Mit einem Suppenhuhn, frischem Suppengrün und etwas Salz entsteht eine aromatische Grundlage für zahlreiche Gerichte.
Diese Zutaten benötigen Sie
- 1 Suppenhuhn (ca. 1,5 bis 2 kg), beispielsweise unser OMAS Suppen-Landhuhn
- 1 Bund Suppengrün (Karotten, Lauch, Sellerie und Petersilie)
- Salz nach Geschmack
- Ca. 3 bis 4 Liter Wasser, je nach Größe des Huhns und des Topfes
So gelingt die Zubereitung Schritt für Schritt
- Suppenhuhn vorbereiten: Nehmen Sie das Suppenhuhn aus der Verpackung und reinigen Sie es entsprechend. Rohes Geflügel sollte nicht unter fließendem Wasser abgewaschen werden, da sich mögliche Krankheitserreger durch Spritzwasser in der Küche verteilen können. Waschen Sie nach dem Kontakt mit rohem Geflügel Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife.
- Suppengrün schneiden: Putzen und waschen Sie das Gemüse und schneiden Sie es in grobe Stücke. Verwenden Sie dafür saubere Küchenutensilien, die nicht mit rohem Geflügel in Berührung gekommen sind.
- Hühnerbrühe ansetzen: Geben Sie das Suppenhuhn zusammen mit dem Suppengrün in einen großen Topf und bedecken Sie es möglichst vollständig mit Salzwasser. Lassen Sie alles bei mäßiger Hitze etwa 2 Stunden sanft köcheln. Im Schnellkochtopf beträgt die Garzeit unter Druck etwa 35 bis 40 Minuten. Beachten Sie dabei die Herstellerangaben.
- Brühe abseihen: Nehmen Sie das vollständig durchgegarte Huhn aus dem Sud. Gießen Sie die Brühe durch ein feines Sieb und schmecken Sie sie anschließend ab.
- Hühnersuppe servieren: Schneiden Sie etwas gegartes Hühnerfleisch klein und geben Sie es als Einlage zurück in die heiße Brühe. Nach Belieben können Sie zusätzlich Suppennudeln, Gemüse oder frische Kräuter hinzufügen.
Omas Tipp: Die Hühnerbrühe sollte während der Zubereitung nur leicht köcheln und nicht stark sprudeln. So bleibt sie möglichst klar und entwickelt ihren charakteristischen Geschmack.
Wie lange muss ein Suppenhuhn kochen?
Wer ein ganzes Huhn kochen möchte, sollte vor allem auf die richtige Temperatur und ausreichend Garzeit achten. Gerade bei einem ausgewachsenen Suppenhuhn ist etwas Geduld gefragt.
Im normalen Kochtopf benötigt ein ganzes Suppenhuhn bei mäßiger Hitze ungefähr 2 Stunden, bis es vollständig gar ist und sich das Fleisch gut von den Knochen lösen lässt.
Wer weniger Zeit hat, kann einen Schnellkochtopf verwenden. Hier reichen nach unserem Verpackungsrezept etwa 35 bis 40 Minuten unter Druck. Die genaue Garzeit hängt unter anderem von der Größe des Huhns und dem verwendeten Gerät ab.
Wichtig ist, dass das Geflügelfleisch vollständig durchgegart wird.
Durch zusätzliches sanftes Köcheln können weitere Geschmacksstoffe in die Brühe übergehen. Achten Sie jedoch darauf, dass nicht zu viel Wasser verdampft und das Fleisch nicht unnötig lange gegart wird.
So wird die Hühnerbrühe schön klar und kräftig
Eine goldgelbe, klare Hühnerbrühe sieht nicht nur appetitlich aus, sondern ist auch typisch für die traditionelle Zubereitung.
Damit die Brühe möglichst klar bleibt, sollten Sie sie langsam erhitzen und anschließend nur sanft köcheln lassen. Steigt während des Kochens Schaum an die Oberfläche, können Sie diesen vorsichtig mit einer Schaumkelle entfernen.
Wird die Brühe dagegen stark sprudelnd gekocht, verteilen sich feine Eiweiß- und Fettpartikel in der Flüssigkeit. Dadurch kann sie trüb werden.
Auch die richtige Wassermenge ist wichtig. Für ein Suppenhuhn von etwa 1,5 bis 2 kg sind 3 bis 4 Liter Wasser ein guter Richtwert. Entscheidend ist, dass das Huhn möglichst bedeckt ist. Zu viel Wasser kann den Geschmack der fertigen Brühe verdünnen.
Ist die Hühnerbrühe dennoch zu mild geraten, können Sie sie nach dem Abseihen etwas einkochen lassen. Dadurch wird ihr Aroma intensiver.
Was ist der Unterschied zwischen Hühnerbrühe und Hühnerfond?
Hühnerbrühe wird klassischerweise aus Hühnerfleisch, Knochen, Gemüse und Gewürzen gekocht. Sie lässt sich direkt als Suppe genießen oder zum Kochen verwenden.
Ein Hühnerfond wird häufig aus Karkassen und Knochen mit Gemüse und Gewürzen hergestellt. Er dient vor allem als geschmacksintensive Grundlage für Saucen, Suppen und andere Gerichte und wird oft erst bei der Weiterverarbeitung gesalzen.
Die Begriffe werden im Küchenalltag allerdings nicht immer streng voneinander getrennt.
Welche Gewürze gehören in eine gute Hühnerbrühe?
Für eine klassische Hühnerbrühe braucht es erstaunlich wenige Gewürze. Schon das Suppenhuhn, frisches Suppengrün und Salz sorgen für einen aromatischen Geschmack.
Wer seine Brühe zusätzlich verfeinern möchte, kann beispielsweise Lorbeerblätter, Pfefferkörner oder etwas Liebstöckel verwenden. Auch frisch gemahlener Pfeffer oder eine Prise Muskat passen gut zur fertigen Suppe.
Wichtig ist, die Hühnerbrühe am Ende noch einmal abzuschmecken. Da während des Kochens Wasser verdampft, kann sich der Salzgeschmack verstärken. Deshalb lieber vorsichtig würzen und bei Bedarf nachsalzen.
So bleibt der natürliche Geschmack des Suppenhuhns im Mittelpunkt.
Hühnerbrühe richtig aufbewahren und einfrieren
Selbst gemachte Hühnerbrühe lässt sich hervorragend vorbereiten. Wer gleich einen größeren Topf kocht, kann einen Teil für die nächsten Tage aufbewahren oder portionsweise einfrieren.
Damit die Brühe sicher gelagert werden kann, sollte sie nach der Zubereitung zügig abkühlen. Füllen Sie größere Mengen dafür am besten in mehrere flache, geeignete Behälter und stellen Sie diese zeitnah in den Kühlschrank.
Bei einer Kühlschranktemperatur von höchstens 4 °C sollte die selbst gemachte Brühe möglichst innerhalb von 2 bis 3 Tagen verbraucht werden.
Kann man Hühnerbrühe einfrieren? Ja, das funktioniert problemlos. Besonders praktisch sind kleine Portionen, die sich später einzeln entnehmen lassen. Verwenden Sie gefriergeeignete Behälter und lassen Sie etwas Platz, da sich Flüssigkeit beim Gefrieren ausdehnt.
Für eine gute Qualität empfiehlt es sich, die Brühe bei etwa −18 °C innerhalb von 3 bis 6 Monaten zu verbrauchen. Tauen Sie eingefrorene Brühe möglichst im Kühlschrank auf und erhitzen Sie sie vor dem Verzehr gründlich.
Ein weiterer Tipp: Nach dem Abkühlen sammelt sich das Fett häufig als feste Schicht auf der Oberfläche. Diese können Sie bei Bedarf einfach mit einem Löffel abnehmen.
Und was passiert mit dem gekochten Hühnerfleisch?
Wer ein ganzes Suppenhuhn für die Brühe verwendet, erhält nicht nur eine aromatische Suppe, sondern auch vollständig gegartes Hühnerfleisch.
Dieses eignet sich hervorragend als Einlage für eine klassische Hühnersuppe mit Nudeln oder Gemüse. Doch auch außerhalb des Suppentopfs lässt es sich vielseitig verwenden.
Besonders lecker schmeckt das klein geschnittene Fleisch beispielsweise in einem cremigen Hühnerfrikassee, einem Geflügelsalat oder in asiatischen und orientalischen Gerichten.
So wird das Suppenhuhn möglichst vollständig verwertet und aus einer einzigen Zubereitung entstehen mehrere Mahlzeiten.
Warum Hühnerbrühe in der kalten Jahreszeit so beliebt ist
Wenn es draußen kalt und ungemütlich wird, gehört eine warme Hühnerbrühe für viele Menschen einfach dazu. Besonders bei Erkältungen ist die klassische Hühnersuppe ein traditionelles Hausmittel.
Eine warme Brühe liefert Flüssigkeit und wird häufig als angenehm empfunden. Mit Gemüse, Nudeln und Hühnerfleisch wird daraus außerdem eine sättigende Mahlzeit.
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